Mangelernährung im Alter

 

In den deutschen Krankenhäusern ist nach den Ergebnissen einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) ein Viertel aller Patienten bei der Aufnahme mangelernährt. In den Geriatrischen Abteilungen sind es sogar mehr als die Hälfte, onkologische Patienten sind zu knapp 40 % betroffen.

 

Diese Mangelernährung entwickelt sich nicht in der Regel erst im Krankenhaus. Die geschätzten Kosten für dieses Krankheitsbild betragen 9 Milliarden Euro.

 

Mangelernährung bedeutet immer auch eine Eiweißmangelernährung mit der Folge des Verlustes von Muskelmasse und Muskelfunktion (Sarkopenie).

 

Wir Ärzte müssen uns in Zukunft gemeinsam mit Ernährungsfachkräften diesem Thema stärker widmen, da gerade der niedergelassene Arzt die primäre Betreuung dieser Patienten übernimmt, die Patienten vor und nach Operationen sieht oder während schweren Erkrankungen begleitet.

 

Empfehlenswerte Zusatznahrung sind höchstwertige eiweißreiche diätetische Lebensmittel  die speziell für diese Indikation konzipiert sind (spezielle Eiweiß-Aufbau-Shakes). Zusätzlich besteht bei den Betroffenen meistens auch ein Mangel an Mikronährstoffen. Ergänzend sind aufeinander abgestimmte Kombination von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen wichtig, die auch für ältere Menschen leicht einzunehmen sein sollten (auflösbare Granulate).

 

Sprechen Sie daher dieses Thema vor und nach Operationen, bei chronischen Erkrankungen etc. bei Ihrem Hausarzt aktiv an.